Erdbeeren von Antons Mutter, Die
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Erdbeeren von Antons Mutter, Die
Anton ist Arzt in Kreuzberg, mit Sorge sieht er, wie seine Mutter in seinem Heimatort in der niedersächsischen Provinz gegen eine schnell fortschreitende Demenz kämpft.
Jedes Jahr schickt sie ihm und seinen Freunden Alix und Bernd Erdbeermarmelade nach Berlin. Die Erdbeeren wachsen auf dem "Acker", wie sie ihren Garten nennt, den sie ihr Leben lang mit Liebe gepflegt hat. Aber in diesem Frühsommer vergisst sie, die Ableger auszupflanzen …
Anton muss erkennen, wie seine Mutter Stück für Stück verloren geht, und mit jeder ihrer Niederlagen verschwindet ein Teil seiner eigenen Existenz: Das vertraute Land der Kindheit.
Dann trifft er Lydia und findet nach Jahren des Alleinseins eine Zukunft, in der Liebe möglich zu sein scheint. Aber Lydia bringt eine Vergangenheit mit, die in beider Leben mit Vehemenz einbricht.
In diesem vielstimmigen Roman gelingt Katharina Hacker das einfühlsame Porträt von Menschen, die zurückblicken müssen, um weitergehen und die zweite Lebenshälfte gestalten zu können.
"Katharina Hacker gelingt es in ihrem vielstimmigen Roman sehr gut, die Ebene der vergesslichen, sich in ihrem Alltag nicht mehr zurechtfindenden Eltern mit jener ihrer in der Mitte des Lebens stehenden Kinder ineinanderzuschieben.(…) verzichtet glücklicherweise aber auf formale Experimente.(…) Auch mit allein poetischen Mitteln lassen sich die Demenz und die Folgen für die Betroffenen wie für ihre familiäre Umgebung umfassend beschreiben." (Der Tagesspiegel)
A szerzőről:
Katharina Hacker, geboren 1967 in Frankfurt am Main, studierte ab 1986 Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Universität Freiburg. 1990 wechselte sie an die Hebräische Universität Jerusalem; parallel arbeitete sie als Deutschlehrerin und an der School for Cultural Studies in Tel Aviv. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin in Berlin. 1997 debütierte sie mit dem Buch ›Tel Aviv. Eine Stadterzählung‹, es folgten die Erzählungen ›Morpheus oder Der Schnabelschuh‹ (1998) und die Romane ›Der Bademeister‹ (2000) und ›Eine Art Liebe‹ (2003). 2005 war Katharina Hacker Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Zuletzt erschienen von ihr der Roman ›Die Habenichtse‹, für den sie 2006 den Deutschen Buchpreis und den d.lit-Preis erhielt, der Gedichtband ›Überlandleitung‹ (2008) und ›Alix, Anton und die anderen‹ (2009).














